Schulnoten und Leistungsbewertung

/Schulnoten und Leistungsbewertung
Schulnoten und Leistungsbewertung2018-10-18T08:41:14+00:00

Schulnoten zur Leistungsbewertung

Die Zensuren oder Schulnoten (kurz: Noten) an der Grundschule unterliegen einer stetigen schul- und bildungspolitischen Situation.

Die Strömungen reichen von „Bitte alles so lassen wie es ist…“ bis hin zu „Bitte schafft die Noten ab…“.

Grundsätzlich gilt und galt auch schon „immer“, dass es in den ersten beiden Jahrgängen (Klasse 1 und 2) KEINE Noten gibt. Erst ab Klasse 3 gibt es Noten. Dies gilt sowohl für Arbeiten und Tests als auch für das Zeugnis ab Klasse 3.

Änderungen seit 2016

Seit dem Schuljahr 2016/17 können die Schulen wählen (nach Abstimmung mit allen Gremien), ob sie auch in Klasse 3 und 4 Berichtszeugnisse erstellen und verwenden.

Zeugniserlass MK Niedersachsen

Punkt 5.1.2:
Die Gesamtkonferenz beschließt für den dritten und vierten Schuljahrgang über die Erteilung von Notenzeugnissen oder Berichtszeugnissen. Notenzeugnisse werden nach dem Muster 3.2 der Anlage, Berichtszeugnisse nach dem Muster 3.3 der Anlage erteilt.

Quelle: MK Niedersachsen – NI-Voris Katalog

Grundsätze der Leistungsbewertung

Jede Schule legt in ihren Grundsätzen zur Leistungsbewertung fest, wie die Leistungen in den einzelnen Schulfächern erbracht, bzw. gemessen werden sollen.

Dabei ist es von Fach zu Fach unterschiedlich, welche Methoden zum Einsatz kommen. So setzt sich die Zeugnisnote in den Fächern Mathematik und Sport natürlich aus unterschiedlichen Faktoren zusammen.

In den Fächern Deutsch, Mathematik und Sachunterricht wird festgelegt, in welchem prozentualem Verhältnis z. B. die mündlichen und die schriftlichen Leistungen in die Gesamtzensure einfließen. Wie sich die Zensuren (schriftlich und mündlich) zusammensetzen, ist in den Kerncurricula der Fächern (curriculare Vorgaben) festgelegt. Abschließend legt die Schule fest, bei welchen Prozenträngen einer schriftlichen Arbeit es welche Zensur geben soll (z. B. die Note 1 ab 97%, 98%, 99% oder gar erst bei 100% der erbrachten Leistung). Diese Kriterien werden von der Gesamtkonferenz der Schule beschlossen.

So kann es durchaus sein, dass die Leistung einer schriftlichen Arbeit an zwei Schulen unterschiedlich gewertet wird (natürlich nur in einem minimalen Bereich).

Zeugniserlass MK Niedersachsen

Punkt 5.1.2:
Die Gesamtkonferenz beschließt für den dritten und vierten Schuljahrgang über die Erteilung von Notenzeugnissen oder Berichtszeugnissen. Notenzeugnisse werden nach dem Muster 3.2 der Anlage, Berichtszeugnisse nach dem Muster 3.3 der Anlage erteilt.

Quelle: MK Niedersachsen – NI-Voris Katalog

Downloads

Links

MK Niedersachsen -> Zensuren und Zeugnisse

MK Niedersachsen -> Zensuren und Zeugnisse

Björn Bauch
Björn BauchHerausgeber
Björn Bauch ist langjähriger Schulleiter einer Grundschule und Herausgeber der Internetseiten grundschul.tips und grundschul.blog.

Meine Meinung:

Ob Schulnoten gegeben werden sollten oder nicht birgt in beiden Fällen Vorteile wie auch Nachteile. Hier müssen die Schulen selber im Rahmen ihrer Eigenverantwortlichkeit entscheiden, ob sie die Möglichkeiten der Berichtszeugnisse anwenden wollen oder nicht. Wichtig ist dabei, dass auch hier wieder nachvollziehbare Kriterien erstellt werden, um am Ende ein plausibles und objektives Zeugnis anfertigen zu können. Fehlen diese Kriterien und sind keine verbindlichen Standards an der Schule beschlossen, können die Zeugnisse nicht in einem vergleichbaren und damit transparentem Rahmen ausgegeben werden. Es muss vermieden werden, dass jede Lehrkraft für sich die Maßstäbe der Bewertung individuell auslegt. Aussagen zu den erfüllten Kompetenzen müssen schulweit übertragbar sein.

Kommentar verfassen