Erziehungsmaßnahmen bei Pflichtverletzungen

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Erziehungsmaßnahmen bei Pflichtverletzungen2018-04-13T08:07:35+00:00

Was sind Erziehungsmaßnahmen?

Erziehungsmaßnahmen sind Mittel des „pädagogischen Einwirkens“. Sie werden benutzt, um Pflichverletzungen, Störungen oder Beinträchtigungen des Unterrichts entgegenzuwirken bzw. zu maßregeln. Stichworte sind hier auch die Verletzung der Schulordnung oder das Nichterfüllen von schulischen Pflichten (z. B. Schul- und Hausaufgaben).

Erziehungsmaßnahmen sind, im Gegensatz zu Ordnungsmaßnahmen und keine Verwaltungsakte. Sie können von einer einzelner (Fach-) Lehrkraft, der Klassenlehrkraft oder einer Klassenkonferenz beschlossen werden. Letztere ist jedoch nicht zwingend notwendig. Daher sind sie vorrangig bei minder schweren Pflichtverletzungen auszuwählen. Aufgrund der Form (kein Verwaltungsakt) ist ein Widerspruch seitens der Eltern nicht möglich. Zulässig und einziges Mittel gegen die Verhängung von Erziehungsmaßnahmen ist nur die Beschwerde bei der Schulleitung.

Beispiele für Erziehungsmaßnahmen

Maßnahmen zur Erziehung können vom einfachen Umsetzen innerhalb der Klasse bis hin zum Nachsitzen ausgestaltet sein. Beim Nachsitzen müssen jedoch die Eltern rechtzeitig und in geeigneter Form darüber informiert werden. Auch muss – gerade in der Grundschule – der ordnungsgemäße Schulweg gewährleistet sein. Dies würde insbesondere Kinder betreffen, die auf den Schulbus angewiesen sind. Das Nachsitzen an einer gebundenen Ganztagsgrundschule (also nach dem Nachmittagsunterricht) ist nicht möglich.

Abgrenzung

Erziehungsmaßnahmen sollen beim Kind ein Umdenken bewirken und auf schnelle Art und Weise eine Verhaltensänderung erwirken. Oft werden auch Methoden zur Verhaltensreflexion angewendet, bei denen die Kinder über ihr Fehlverhalten nachdenken und erkennen sollen, was sie falsch gemacht. In der Folge und mit der Erkenntnis können sie dann ihr Verhalten zum Positiven verändern.

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NLSchB -> Erziehungsmaßnahmen

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VORIS -> § 61 NSchG

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Björn Bauch
Björn BauchHerausgeber
Björn Bauch ist langjähriger Schulleiter einer Grundschule und Herausgeber der Internetseiten grundschul.tips und grundschul.blog.

Meine Meinung:

Erziehungsmaßnahmen dienen im wahrsten Sinne des Wortes der Erziehung. Sie sind in ihrer Tragweite eher unterschwellig und weniger schwerwiegend als Ordnungsmaßnahmen. Hier sollten Schule und Elternhaus bedingt an einem Strang ziehen und miteinander arbeiten, da ja beide Seiten da gleiche Ziel verfolgen (sollten)! Meist können – in Absprache mit den Eltern – sehr individuelle Maßnahmen besprochen werden, die schnell zum Erfolg im Verhalten des Kindes führen.

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