Entgeldliche Schulbuchausleihe in Niedersachsen

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Entgeldliche Schulbuchausleihe in Niedersachsen2018-10-18T08:41:13+00:00

Das Verfahren

In Niedersachsen können die Schulbücher ausgeliehen werden. Das bezieht sich auf alle Bücher, die keine Arbeitshefte oder Übungshefte zu einem Lehrwerk sind.

Kurz:
Alle Bücher, in die man nicht hinein schreiben wird.

Selbstredend ist der Ausleiher dafür verantwortlich, dass mit dem Buch pfleglich umgegangen wird. Sollte das Buch beschädigt werden (Seiten ausgerissen, Wasserschaden, stark verschmutzt, etc.), müssen die Eltern Schadensersatz leisten. Dabei handelt es sich um den Zeitwert des Buches.

Demnach ist ein Wasserschaden als dritter Ausleiher nicht mehr so teuer wie ein Wasseschaden als erster Ausleiher eines Buches 😉

Die Schulen geben am Ende eines jeden Jahres die Anmeldungen zur entgeldlichen Ausleihe von Lernmitteln heraus. Die Eltern der zukünftigen Erstklässler erhalten diese mit den Informationsveranstaltungen.

Eine Verpflichtung zur Teilnahme an der entgeldlichen Ausleihe der Schulbuches besteht nicht.

Die Kosten

Die Kosten betragen ca. ein Drittel des Ladenpreises. Die Bücher, in der Grundschule meist für jeweils ein Schuljahr, können bis zu dreimal ausgeliehen werden.

Eltern, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch erhalten, sind von den Kosten befreit. Auch Asylbewerber sind nach dem Asylbewerberleistungsgesetz befreit.

Eltern mit mehr als 2 schulpflichtigen Kinder, also mit 3 und mehr schulpflichtigen Kindern, zahlen nur 80% des Ausleihpreises. Die Schulpflicht der Kinder ist per Schulbescheinigung zu belegen.

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NLSchB -> Schulbuchausleihe

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Björn Bauch
Björn BauchHerausgeber
Björn Bauch ist langjähriger Schulleiter einer Grundschule und Herausgeber der Internetseiten grundschul.tips und grundschul.blog.

Meine Meinung:

Die entgeldliche Ausleihe von Schulbüchern ist gut. Jeder sollte dieses Angebot in Erwägung ziehen, weil sich dadurch die alljährlichen Kosten für den Schulbesuch der Kinder reduzieren lassen. Ab drei schulpflichtigen Kindern zahlt man zusätzlich nur 80% des Ausleihpreises, Empfänger von Sozialleistungen (siehe oben) sind befreit. Und wie immer gilt: Die Sachen sind geliehen, d. h. pfleglich behandeln, sonst kann man in Regress genommen werden 😉

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